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Simuliertes Höhenklima als eine von vielen smarten Lösungen

KNX-Einsatz in Gesundheitszentrum

15.01.2026

Das Buff Medical Resort in Konstanz beherbergt auf über 20 000 m2 118 Zimmer und Suiten sowie einen 5 000 m2 großen medizinischen Bereich. Es vereint medizinische Exzellenz und Gesundheitsprogramme mit dem Ambiente eines Fünf-Sterne-Superior-Resorts (Bild 1). So verfügt das Buff Medical Resort über
eines der wenigen Cardio-MRT-Geräte (Bild 2) in Deutschland und bietet seinen Gästen ein speziell reguliertes, simuliertes Höhenklima (Bild 3). Technisch ermöglicht wird dieses Erlebnis durch smarte Gebäude- und Raumautomation mit KNX.

Inhaltsverzeichnis und Quicklinks

  • Bild 2: Das Resort verfügt über eines der wenigen Cardio-MRT-Geräte in Deutschland© Gira
  • Bild 3: Die Zimmer und Suiten sind exzellent ausgestattet und bieten den Gästen ein speziell reguliertes, simuliertes Höhenklima© Gira
Bild 4: Jedes der sieben autarken KNX-Teilprojekte wird durch einen eigenen Gira Homeserver gesteuert© Gira

Das Herzstück der technischen Infrastruktur bildet eine modular aufgebaute KNX-Architektur mit sieben autarken Teilprojekten – jedes gesteuert durch einen eigenen Gira Homeserver (Bild 4). Die Teilprojekte sind über Gira F1 miteinander gekoppelt, wobei ausschließlich gefilterte Informationen übermittelt werden – und zwar nur jene, die auch für die jeweils anderen Teilanlagen relevant sind – wie zum Beispiel die einheitliche Zeitsteuerung der Fassadenbeleuchtung. Diese technische In­frastruktur gewährleistet Ausfallsicherheit und die vom Bauherrn gewünschte Autarkie. Selbst bei einer Störung in einem Teilprojekt bleibt die Funktionalität der übrigen Bereiche erhalten.

Bedient wird die KNX-Anlage über eine Visualisierungsoberfläche, die auch Ärzten den Zugriff auf die Einstellparameter des Höhenklimas ermöglicht (Bild 5).

Bild 5: Die Gäste können in ihren Zimmern über das Multitouch-Display Gira G1 u. a. die Beleuchtung, die Vorhänge, das Insektenschutz­rollo des Balkons und die Raumtemperatur bedienen sowie den vom Arzt verordneten und eingestellten Wert des Höhenklimas ablesen © Gira

Für eine sichere Kommunikation innerhalb der Gebäudeautomation sorgt eine durchgängige KNX-IP-Secure-Verschlüsselung. Fernwartungsaufgaben werden für jede Teilanlage datensicher realisiert. Die Homeserver sorgen u. a. dafür, dass die Helligkeit der Beleuchtung zu definierten Zeiten automatisch angepasst wird. Zur Vereinfachung der Betriebsabläufe werden die Gewerke in den Behandlungsräumen, dem Restaurant im Erdgeschoss sowie in den Flurbereichen über sogenannte »Gebäudeszenen« gesteuert. So lassen sich Beleuchtungsstärke und Raumtemperatur in großen Teilen des Gebäudes per Tastendruck in einen vordefinierten Zustand versetzen. Die Voreinstellungen definiert der Betreiber mobil per App – auch aus der Ferne.

Smartes Raumklima trifft medizinische Präzision

Ein Alleinstellungsmerkmal des Buff Medical Resorts ist die Simulation von Höhenklima in den Gästezimmern – ein innovativer therapeutischer Ansatz und eine für die medizinische Behandlung notwendige Maßnahme zur Stärkung des Immunsystems im Schlaf. Dazu misst ein unauffällig in den Gästezimmern integrierter Sensor kontinuierlich die Sauerstoffsättigung der Luft. Diese wird über den Gira Homeserver geregelt. Die Server dokumentieren relevante Daten der Einstellungen des Höhenklimas. Von den Ärzten definierte Sollwerte werden in das KNX-System übertragen (Bild 6).

  • Bild 6: Von den Ärzten definierte Sollwerte werden über die Visualisierungsoberfläche, den Gira Quadclient, eingetragen und direkt in das KNX System übertragen© Gira
  • Bild 7: Die Tastsensoren wurden mit Symbolen gelasert© Gira

Die Gäste können in ihren Zimmern über das Multitouch-Display u. a. die Beleuchtung, die Vorhänge, das Insektenschutzrollo des Balkons und die Raumtemperatur bedienen sowie den vom Arzt verordneten und eingestellten Wert des Höhenklimas ablesen. Die Tastsensoren in den Räumen sind mit Symbolen gelasert – eine Bedienphilosophie, von der nicht nur internationale Gäste profitieren (Bild 7). Das Designkonzept setzt auf hochwertige, langlebige Materialien.

Effizienter und nachhaltiger Betrieb

Auch in puncto Energieeffizienz leistet die Gebäudeautomation einen großen Beitrag: Zimmerbuchungen werden von der Klinikverwaltungssoftware über standardmäßig im Homeserver integrierte Schnittstellen (URL-Endpunkte) an das KNX-System weitergegeben. So werden nur in den belegten Zimmern Beleuchtung, Raumtemperierung, Höhenklimaregelung und weitere Funktionen aktiviert. Fensterkontakte sorgen dafür, dass bei länger geöffneten Fenstern Heizung und Höhenklimaregelung automatisch abgeschaltet werden. Über einen zentralen »Eco«-Schalter an der Tür können Gäste ihre Zimmer beim Verlassen in einen Energiesparmodus versetzen. In den öffentlichen Bereichen des Buff Medical Resort erfassen Präsenzmelder das Nutzerverhalten und Zeitschaltuhren steuern die Helligkeit automatisch, abhängig von Tageszeit und Nutzung. Weitere Maßnahmen wie der Einsatz erneuerbarer Energien sowie anlagentechnische und bauliche Optimierungen tragen dazu bei, dass das Gebäude den KfW-Standard »Effizienzhaus 55« erfüllt.

Partnerschaftliche Umsetzung

Statt einen Generalunternehmer zu beauftragen, entschied sich der Investor und CEO Hans Jürg Buff bewusst für ein eng koordiniertes Projektteam mit regionalen Partnern. In regelmäßig stattfindenden Jour Fixes wurde das Projekt dynamisch weiterentwickelt und funktional angepasst. Die Aufteilung in sieben einzelne KNX-Anlagen ermöglichte eine zeitsparende, parallele Inbetriebnahme der Gebäudeautomation.

Für Schnellleser

Autarke KNX-Teilprojekte werden im Buff Medical Resort zu einem Gesamtsystem für die Gebäude- und Raumautomation
zusammengeführt

Zentrales Element jedes Teilprojektes ist ein Gira Homeserver. Die Bedienung erfolgt über Touchpanels und Tastsensoren, die es den Menschen vor Ort ermöglichen, automatische Systemfunktionen zu ergänzen

Quelle: 

de – das elektrohandwerk

Autorin:

Uta Rosspacher, Seifert PR, Stuttgart