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Die IFA 2017 und ihre Smart Home-Neuheiten

©naypong - Fotolia.com
13.09.2017 09:22 Uhr

Wie jedes Jahr präsentierten Hersteller auch auf der diesjährigen IFA in Berlin vom 1. bis zum 6. September Consumer-Elektronic aus allen Bereichen – vom Handy bis zur Waschmaschine. Zahlreiche neue Unternehmen im Smart Home-Bereich, die letztes Jahr noch nicht vertreten waren, gaben sich 2017 die Ehre. Herausgekommen sind ins Netzwerk integrierte Kühlschränke, Toaster, Waschmaschinen mit Sprachausgabe und mehr. TechniSat hingegen arbeitet daran, die Zentrale für das Smart Home in digitale TV-Receiver zu verpflanzen, um so die Anschaffung einer zusätzlichen Steuerungseinheit zu umgehen. Inzwischen verbreitet sich Android auch nicht nur auf Smartphones rasant weiter, sondern hält auch in Smart Home-Geräten Einzug. In jedem Fall stellen wir die interessanteste neue Hardware vor!

Fünf interessante Smart Home-Produkte der IFA 2017

BUSCH-JAEGER auf der IFA 2017 - Neuheiten Busch-free@home®

Wir haben nicht zwingend die fünf „besten“ Produkte ausgesucht, sondern uns auf die interessantesten Geräte beschränkt – diejenigen, die unserer Meinung nach Trends auch für die kommenden Jahre vorgeben und jetzt schon verfügbar sind.

 

 Busch-free@homePanel

  • © BUSCH-JAEGER Elektro GmbH: Busch-free@homePanel 7“ Busch-free@home®

Dieses Produkt der Busch-Jaeger Elektro GmbH dient als typische Steuerungszentrale für das Smart Home. Mit einem Displaydurchmesser von 7 Zoll hängen Sie sich keinen Fernseher an die Wand, sondern ein optisch ansprechendes Gerät. Wie genau die Oberfläche des Touchscreens aussieht, bestimmen Sie: Das User Interface ist frei konfigurierbar, insgesamt bekommen Sie 16 Funktionen auf dem Bildschirm unter. Damit übernehmen Sie dann typische Smart Home-Aufgaben: Licht ausschalten, Jalousien senken oder heben, Heizung einstellen, Schlösser schließen, einen Timer stellen und mehr. Dabei müssen Sie sich nicht zwingend an dem Gerät aufhalten, um Ihr Zuhause zu steuern, da Sie das Busch-free@homePanel auch mit einem Smartphone oder Tablet koppeln können.

 

Busch-ControlTouch

  • © BUSCH-JAEGER Elektro GmbH: Busch-ControlTouch®

Aus demselben Hause stammt dieses System: Es soll Sie von den soeben vorgestellten Wand-Panels freimachen und stattdessen Smartwatches und eben das Smartphone zum Anker für die Bedienung der Geräte machen. ControlTouch dient als KNX-Fernbedienung, womit sie alle kompatiblen Haussteuerungen über die genannten Geräte bedienen können. Das heißt, dass Sie Lichtschalter, Lautsprecher oder auch die beliebten Hue-Leuchten von Philips über das Smartphone steuern (oder auch mit der Uhr am Handgelenk). Sie können damit auch sicherheitstechnische Funktionen umsetzen, um beispielsweise Schlösser zu schließen oder Infrarot-Kameras zu überwachen bzw. ein- und auszuschalten. Alles funktioniert außerdem internetbasiert, sodass Sie sich nicht zwingend vor Ort im eigenen Netzwerk befinden müssen. Alarmmeldungen von Kameras & Co. gibt es dann direkt aufs Handy via Push-Nachricht – sehr praktisch!

 

Somfy Connected Doorlock

Nicht weniger als eine Revolution des Nachhausekommens verspricht der bekannte Hersteller Somfy. Ob dieses Marketingversprechen einzuhalten ist, bleibt dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass Sie mit diesem System mithilfe von Handy und einer entsprechenden App (für Android und iOS) Türen nach Belieben verriegeln oder öffnen können. Das klappt auch ohne Smartphone, dann brauchen Sie aber spezielle Chipkarten. Auf das Handy erhalten Sie dann gleich noch eine Meldung, wenn bestimmte Türen geöffnet oder geschlossen werden. Die Chipkarten-Lösung könnte immer dann interessant sein, wenn Sie das Handy nicht mitnehmen möchten (wie etwa zum Sport). Da sich das System auch über das Internet bedienen lässt, können Sie Freunden auch aus dem Urlaub Zugangsberechtigungen geben – um so z.B. die Blumen zu gießen!

 

Somfy All-in-One

  • © by Somfy SAS: Somfy All-in-One Plug&Play Alarmanlage

Hier gibt es gleich alles auf einmal: Alarmzentrale, Kamera-Hardware plus Kontrolleinheit, Bewegungsmelder, Mikrofone und Lautsprecher und mehr. Das Berliner Unternehmen hat sich mit All-in-One klar die Sicherheit zu Hause als Produktmerkmal herausgesucht. Kompatibel ist das komplette System mit dem hauseigenen TaHoma-Premium, aber auch IFTTT und Googles Works With Nest werden unterstützt – sehr lobenswert. Mithilfe einer App für Android und iOS steuern Sie dann Ihr Zuhause. Erkennen Geräte wie der Bewegungsmelder unautorisierte Eindringlinge, erschallt eine Sirene mit einer Lautstärke von 90 dB – was der Lautstärke an einer großen Verkehrsstraße entspricht. Warum All-in-One und nicht eine andere Lösung? Weil Somfy sich davon verspricht, eine einzige, leicht zu konfigurierende Lösung bereitzustellen, die einfach sofort funktioniert. Interessant gerade für neue Hausbesitzer!

 

LEDVANCE Smart+

© LEDVANCE GmbH: So funktioniert Smart+ von LEDVANCE mit dem Apple HomeKit

Neue steuerbare Leuchten gibt es dieses Jahr von LEDVANCE. Vor allem Nutzer von Apples HomeKit sollten sich den Namen im Hinterkopf behalten, denn darauf basieren diese Leuchtmittel. Mit jedem iPhone oder iPad ab iOS 10 und aufwärts (was es bereits seit einem Jahr zum Download gibt) steuern Sie dann Lichtintensitäten der kompatiblen Leuchtmittel. Zusätzlich dürfen Sie Gruppen erstellen, um beispielsweise abends die komplette Beleuchtung im Wohnzimmer auf einmal auszuschalten. Durch RGBW-LEDs gibt es nicht nur warmweißes Licht, sondern auch bunte Farben. Den Anfang machen ein LED-Band mit einer üppigen Länge von 6 Metern und eine klassische, dimmbare LED-Lampe. Insgesamt nicht komplett anders als Philips Hue, aber für Apple-Nutzer sehr interessant!

 

Wie sieht die Zukunft aus?

Schlösser, Panels, Lichter: Das ist alles nicht neu, aber deutlich raffinierter als zu Beginn der Smart Home-Entwicklung. Evolution statt Revolution lautet daher das Motto für die kommenden Monate. Außerdem werden zusätzliche Geräte Smart Home-kompatibel, wie etwa die über Sprachsteuerung à la Siri oder Alexa steuerbaren Waschmaschinen. Mit anderen Worten: In Zukunft wird es vor allem mehr geben – mehr Geräte, mehr Software, mehr Automatisierung.

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