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Luftfeuchtigkeit in Räumen – der Weg zu einem gesunden Raumklima

© JenkoAtaman #170212612 – Fotolia.com
21.06.2018 12:58 Uhr

Wohnraum muss atmen: Auch geschlossene Räume benötigen regelmäßig frische Luft – nicht nur, damit ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, sondern auch, um die Luftfeuchtigkeit hinaus zu transportieren. Neubaufeuchte, Wasserdampf beim Duschen oder Kochen, Tauwasser auf den Bauteiloberflächen – Luftfeuchtigkeit in Räumen kann durch viele Ursachen entstehen. Genau deshalb ist regelmäßiges Lüften so wichtig: Bei mangelnder Lüftung sinkt zum einen die Lebensqualität, denn zu trockene Luft kann Nase und Schleimhäute reizen. Zum anderen drohen Gebäudeschäden durch Feuchtigkeit in den Wänden oder Schimmelbefall, der im schlimmsten Fall Erkrankungen der Atemwege oder Allergien auslösen kann. Das Raumklima kann die Gesundheit maßgeblich beeinflussen.

Inhaltsverzeichnis und Quicklinks

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Immer frische Luft zum Leben – mit zeitgemäßer Wohnraumlüftung

Gesundes Raumklima, gesundes Leben: Die sogenannte relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wie stark die Luft in Ihren Wohnräumen bei einer bestimmten Temperatur mit Wasser gesättigt ist – ein Hygrometer misst für Sie die optimale Luftfeuchtigkeit in Prozent. Hier gelten unterschiedliche Richtwerte für jeden Raum, die Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen können:

RAUM TEMPERATUR IN °C LUFTFEUCHTIGKEIT IN %
Küche 18 50 – 65
Wohnzimmer 20 40 – 60
Kinderzimmer 21 40 – 60
Schlafzimmer 18 40 – 60
Arbeitszimmer 20 – 22 40 – 60
Bad 23 50 – 65
Keller 13 55 – 60

 

Tipps zum richtigen Lüften und Heizen

  • Lüften für frische Luft© Gina Sanders #189150713 – Fotolia.com

Um in Wohnung oder Haus ein ideales Raumklima zu erreichen, ist das richtige Lüftungskonzept wichtig. Im Sinne der Energieeffizienz jedoch geht der Trend heute zu immer besser abgedichteten und isolierten Häusern – und steht damit der Notwendigkeit des regelmäßigen Lüftens entgegen. Wie lassen sich diese Gegensätze vereinen? Denn naturgemäß geht beim Lüften auch Energie verloren, wenn mühsam erwärmte Raumluft durch geöffnete Fenster und Türen nach draußen zieht, und im Gegenzug kalte Außenluft hereinkommt. Ganz abgesehen davon, dass es alles andere als bequem, wenn nicht sogar unrealistisch ist, vier- bis sechsmal täglich für kurze Zeit die Heizung abzustellen, und für fünf Minuten jedes einzelne Fenster zu öffnen – wie es nach Expertenmeinung zur Sicherstellung eines energiesparenden und hygienischen Mindestluftwechsels in modernen Gebäuden notwendig wäre.

 

Kontrollierte Wohnraumlüftung als energiesparendste Lösung

Eine Verbesserung der Luftqualität in den heimischen vier Wänden lässt sich oft schon durch ebenso regelmäßiges wie effektives Fensterlüften erreichen – und das übrigens nicht nur im Sommer, sondern vor allem im Winter. Denn auch bei Regen oder Frost muss gelüftet werden, und das am besten per Stoßlüftung. In kleineren Wohnungen hat sich zudem der Einsatz von Luftentfeuchtern bewährt – mobile Geräte, die Sie in Keller, Küche, Wohnzimmer oder Bad ganz unkompliziert nutzen können, um zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Wer allerdings im Sinne der Energieoptimierung handeln und gleichzeitig für bestmögliche Luftqualität sorgen will, dürfte um eine automatische Belüftung oder eine sogenannte kontrollierte Wohnraumlüftung wohl kaum herumkommen. Solche Geräte oder Systeme sorgen für einen kontinuierlichen Luftaustausch, ohne dass Sie sich um etwas kümmern müssen. Hinzu kommt, dass sie die Lärmbelästigung durch offene Fenster verringern. Auch die Pollenbelastung sinkt und die abendliche Mückenjagd gehört endlich Vergangenheit an.

 

Vorteile der automatischen Lüftung

Die Vorzüge einer automatischen Lüftung liegen auf der Hand:

  • Stets angenehmes Raumklima sowie sauerstoffreiche Luft zum Atmen
  • Weniger Schadstoffe oder Pollen von außen
  • Mehr Wohnkomfort durch weniger Aufwand beim Lüften
  • Keine Probleme mit feuchten Wänden oder Schimmel
  • Lüftungslösung mit hoher Energieeffizienz

 

Verschiedene Lüftungskonzepte für mehr Wohnkomfort

  • Luftfeuchtigkeit im Badezimmer© gamespirit #132932153 – Fotolia.com

Ganz nach individuellem Wunsch bieten sich für Haus- und Wohneigentumsbesitzer die unterschiedlichsten Lüftungskonzepte an. Dezentrale Lüftungsanlagen, mit oder ohne Wärmerückgewinnung, sind dabei am einfachsten zu installieren: Sie werden direkt in den betreffenden Räumen in der Außenwand montiert und sorgen dort für die notwendige Be- oder Entlüftung – hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass  diese Anlagen regelbar, leise, gut zu reinigen und mit austauschbarem Filter ausgestattet sind. Einzelne Geräte kommen vor allem in stark feuchtebelasteten Räumen wie Küche und Bad zum Einsatz. Durch die Kombination mehrerer Geräte können zudem größere Wohnbereiche optimal durchlüftet werden.

Zentrale Lüftungsanlagen sind als reine Abluftanlagen sowie auch als Zu- und Abluftanlagen erhältlich. Voraussetzung für die Installation sind Belüftungsleitungen, die in oder auf Wänden, Decken oder im Boden verlegt werden. Bei der reinen Abluftanlage werden Küche, Bad und WC als Ablufträume angesehen. Durch die abgesaugte Luft entsteht ein Unterdruck, der durch Lufteinlässe frische Luft in die sogenannten „Zulufträume“ saugt – zum Beispiel Wohnzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer oder Büro. Zu- und Abluftanlagen dagegen verteilen die Raumluft von der zentralen Ansaugstelle in die gesamte Wohnung.

 

Intelligente Sensoren bringen die Lüftung in Schwung

Die Kombination mit Wärmetauschern und Wärmepumpen macht diese Systeme besonders effizient: So wird die Abluftwärme entweder direkt auf die zugeführte Luft übertragen oder kann auf Wunsch auch zur Warmwasserbereitung sowie für die Heizungsanlage genutzt werden. Die Wohnraumlüftung kann hier natürlich nach Bedarf von Hand geregelt werden. Komfortabler und effizienter jedoch ist die Steuerung über Raumluftsensoren. Die intelligenten Helfer messen sowohl die Luftfeuchtigkeit als auch den Kohlendioxidgehalt der Raumluft – werden die eingestellten Grenzwerte überschritten, wird die Lüftungsanlage entsprechend eingeschaltet oder die Lüftungsleistung erhöht.

 

Automatische Lüftungen – für jeden Eigenheimbesitzer geeignet

© Maico: Funktionsweise Einzelraumlüftungsgerät PP45 mit Wärmerückgewinnung

Oft lassen sich in Gesprächen mit Haus- und Wohneigentumsbesitzern noch gewisse Vorbehalte gegenüber der kontrollierten Wohnraumlüftung heraushören: Lassen Sie sich nicht beirren und informieren Sie sich umfassend! Denn diese Art der Lüftung ist eine oft notwendige Ergänzung oder auch ein Ersatz für das nicht ausreichende Fensterlüften. Durch den Einsatz von Wärmetauschern bläst sie die Heizwärme nicht nach draußen, sondern hält sie zum größten Teil im Haus und hilft so, die Heizkosten zu senken. Entsprechende Filter und regelmäßige Wartung vorausgesetzt, sorgen die Anlagen für saubere Luft und schützen Allergiker sogar vor Pollenflug. Und je nach Auslegung ist auch die Installation wesentlich einfacher als vielfach behauptet.

 

Öffentliche Förderung möglich – Ihr Elektrofachmann hilft

  • Fördermittel für Wohnraumlüftung© magele-picture #186123791 – Fotolia.com

Sie haben sich für die Installation einer Lüftungsanlage entschieden? Dann sollten Sie prüfen, ob Sie dafür möglicherweise nicht sogar öffentliche Fördermittel oder auch ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen können. Wenden Sie sich an einen Elektrofachmann Ihres Vertrauens, der Ihnen nicht nur in dieser Angelegenheit, sondern auch in allen technischen Fragen unterstützend zur Seite stehen kann. Sie haben noch keinen Elektromeister Ihres Vertrauens? Dann nutzen Sie doch einfach die Elektrofachhandwerkersuche +. Hier finden Sie ausgewählte Fachhandwerker, die wissen, wovon sie sprechen – und Sie kompetent beraten können.

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